Es ist ein Moment, der tief unter die Haut geht. In Folge 8329 von Berlin – Tag & Nacht, die am 6. August ausgestrahlt wird, nimmt Tobias – gespielt von Jan Kittmann – eine Entscheidung, die ihn und Millionen von Zuschauer*innen emotional erschüttert: Er rasiert sich die Haare ab. Was wie ein einfacher Akt erscheinen mag, wird zur eindrucksvollsten Szene der Staffel – ein Symbol für seinen mutigen Kampf gegen den Krebs.
Der Verlust der Haare – für viele Krebspatient*innen ein unausweichliches Zeichen der Krankheit – wird hier mit einer tiefen Ehrlichkeit und emotionalen Wucht gezeigt. Tobias’ Entscheidung, diesen Schritt zu gehen, fällt ihm nicht leicht. Die Chemotherapie zeigt ihre ersten sichtbaren Spuren – sein Spiegelbild verändert sich, sein Selbstbild zerbricht. Doch statt sich zu verstecken, wählt Tobias den Weg der Stärke: Er greift zur Maschine – bereit, ein neues Kapitel zu beginnen.
Hinter den Kulissen war es nicht weniger aufwühlend. Jan Kittmann, der Tobias verkörpert, ließ sich tatsächlich die Haare abrasieren. Monate vor dem Dreh wurde er gefragt, ob er diesen Schritt mitgehen wolle – unter Druck gesetzt wurde er nie. Doch Jan entschied sich bewusst dafür, ein Zeichen der Solidarität mit all jenen zu setzen, die diesen Schritt im echten Leben gezwungenermaßen gehen müssen. In einer Pressemitteilung sagte er bewegend:
„Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, die Geschichte ohne den Verlust der Haare zu spielen. Ich glaube an die Kraft von Solidarität – und das war meine Chance, mich mit Betroffenen zu solidarisieren.“
Diese Entscheidung war nicht nur mutig, sie war auch zutiefst persönlich. Für Jan bedeutete es Abschied – von einem Teil seiner selbst, den er liebte. „Oh nein, nicht meine Haare!“, war sein erster Gedanke. Doch der Wunsch, authentisch zu spielen und echte Geschichten zu erzählen, war stärker als die Eitelkeit.
Die Szene selbst wurde zur emotionalen Zerreißprobe. Montagmorgen, erste Einstellung – und jeder im Team wusste: Dies ist ein Moment, den man nicht wiederholen kann. Als der Rasierer durch die Haare fährt, gibt es kein Zurück mehr. Es ist still am Set – niemand spricht, niemand atmet laut. Und mittendrin: Tobias, der Mensch, der kämpft. Tobias, der nicht aufgibt.
An seiner Seite: Emily – gespielt von Anne Menden. Sie hält den Rasierer in der Hand, ist mehr als nur eine Schauspielpartnerin – sie ist Freundin, Halt, emotionale Stütze. Gemeinsam schreiben sie Fernsehgeschichte.
Ein Fernsehmoment, der bleibt. Nicht wegen der Dramatik. Sondern wegen der Echtheit. Wegen des Mutes. Wegen der Tränen – vor und hinter der Kamera. Tobias’ Haarschnitt ist mehr als eine Szene. Es ist ein Symbol. Für den Schmerz. Für den Kampf. Und für die Hoffnung.