In Staffel 3, Folge 99 von Die Landarztpraxis wird aus zarten Gefühlen ein regelrechtes Gefühlschaos. Was als stilles Knistern zwischen Ella und Chris begann, wird nun von Missverständnissen, Eifersucht und gezielter Manipulation überschattet. Die scheinbare Klarheit der vergangenen Tage weicht der Unsicherheit – und plötzlich steht alles auf dem Spiel.
Ella ist fassungslos. Am Morgen noch glaubt sie, Chris habe Gefühle für sie. Seine Blicke, seine Worte, die stille Nähe beim Frühlingsfest – all das schien so eindeutig. Doch nur wenige Stunden später sieht sie ihn vertraut mit Linda, lacht mit ihr, berührt ihre Hand – wie ein eingespieltes Paar. Für Ella ist es ein Stich ins Herz, ein Schlag ins Gesicht. War sie nur ein kurzes Spiel? Hat sie sich alles eingebildet?
Chris hingegen ahnt nichts von dem Sturm, der in Ella tobt. Für ihn war der Abend mit Linda ein Moment der Nostalgie, keine Rückkehr zu alten Gefühlen – und schon gar keine bewusste Entscheidung gegen Ella. Doch er erkennt zu spät, dass seine Worte und Taten unterschiedlich verstanden wurden. Als er Ella später anspricht und charmant mit ihr flirtet, erntet er nur kühle Distanz. Ihre Verletztheit entgeht ihm, aber die Mauer zwischen ihnen beginnt zu wachsen.
Und mittendrin: Linda. Sie hat erkannt, dass sie Chris verliert. Die Unsicherheit, die Sehnsucht, die Eifersucht treiben sie zu einem gefährlichen Plan. Vor Ella spielt sie die Rolle der glücklichen, zurückgewonnenen Partnerin – kleine Andeutungen, gezielte Blicke, eine beiläufige Bemerkung hier, ein absichtlich platzierter Moment da. Alles wirkt wie aus dem Lehrbuch der emotionalen Täuschung. Linda weiß genau, wie sie Zweifel sät – und sie tut es mit kalter Präzision.
Ella zieht sich zurück. Nicht aus Feigheit, sondern aus Selbstschutz. Sie will nicht wieder verletzt werden, nicht zwischen zwei Menschen stehen, die vielleicht noch etwas miteinander verbinden. Also schweigt sie. Statt das Gespräch zu suchen, sucht sie Abstand – und findet dabei eine unerwartete Ablenkung. Ein neuer Patient, ein kleines Kind mit einer seltenen Erkrankung, fordert ihr volles Engagement. In dieser emotionalen Herausforderung findet sie Halt – und neue Stärke.
Chris beginnt unterdessen zu spüren, dass etwas nicht stimmt. Ella wirkt verändert, zurückhaltend, beinahe fremd. Doch seine Versuche, Klarheit zu schaffen, stoßen auf eine unsichtbare Wand. Ihm fehlt das Wissen um Lindas Spiel – und während er im Nebel tappt, verfestigt sich bei Ella das Gefühl, dass zwischen ihnen nie mehr sein kann als Missverständnisse und verpasste Gelegenheiten.
Am Ende der Folge bleibt ein Bild zurück: Ella steht allein auf dem Flur der Praxis, den Blick auf das Fenster gerichtet, wo das letzte Licht des Tages schwindet. In ihr tobt der Wunsch nach Wahrheit – aber auch die Angst, erneut verletzt zu werden.