Sara kämpft gegen etwas, das sie selbst kaum noch kontrollieren kann: ihre wachsenden Gefühle für Mike. Was zunächst wie ein harmloses Schwärmen begann, hat sich längst zu etwas Tieferem entwickelt – und sie weiß, dass sie den Punkt überschritten hat, an dem sie ihre Emotionen noch einfach wegdrücken kann. Immer öfter denkt sie an ihn, immer häufiger sehnt sie sich nach Momenten mit ihm. Doch genau das macht sie angreifbar – und sie weiß es.
Cleo, die Saras Stimmung bemerkt, will sie ablenken und schlägt spontan ein Doppeldate vor. Sie will, dass Sara wieder Spaß hat, loslässt, lacht – einfach mal nicht an Mike denkt. Doch Sara zögert. Die Vorstellung, mit einem fremden Kerl auszugehen, während in ihr alles um Mike kreist, fühlt sich falsch an. Sie lehnt ab. Aber dann kommt Karla ins Spiel – mit ihrer direkten, einfühlsamen Art trifft sie einen Nerv bei Sara. Sie erinnert sie daran, dass das Leben weitergeht, dass sie es verdient hat, sich gut zu fühlen – und dass sie nur gewinnen kann, wenn sie sich wieder öffnet. Sara sagt schließlich zu.
Der Abend beginnt hoffnungsvoll. Das Matrix leuchtet, die Musik ist laut, das Leben pulsiert. Sara versucht, locker zu sein, gibt sich Mühe, im Moment zu leben. Sie lacht sogar – und für einen kurzen Moment scheint alles leichter. Doch dann tritt Milla ins Licht – und mit ihr die brutale Realität.
Milla sucht bewusst das Gespräch mit Sara. Sie will offen sein, ehrlich. Und sie hat etwas zu sagen, das Sara den Boden unter den Füßen wegreißt: Durch Saras Einfluss und Gespräche sei ihr bewusst geworden, wie wichtig Mike ihr doch noch ist. Sie hätten sich wieder angenähert. Vielleicht wird aus ihnen wieder etwas.
Für Milla ist es ein freundlicher Vertrauensbeweis. Für Sara ist es ein Schlag ins Gesicht.
Ihre Kehle schnürt sich zu, ihre Hände werden kalt. All die aufgestauten Gefühle, die sie zu unterdrücken versuchte, brechen in diesem Moment auf. In der Hitze des Clubs, zwischen Stimmengewirr und Musik, ist es plötzlich still in ihr. Nur ein Gedanke bleibt: Raus hier.
Ohne ein Wort an Cleo oder Karla verlässt Sara das Matrix. Draußen schlägt ihr die kühle Luft ins Gesicht – doch sie lindert nicht den brennenden Schmerz in ihrer Brust. Sie fühlt sich verraten, hilflos und vor allem: überflüssig. Als wäre sie nur das Zwischenglied gewesen – der Katalysator, damit Milla und Mike sich wiederfinden.
Später versucht Karla, sie zu erreichen. Auch Cleo ist besorgt. Doch Sara zieht sich zurück. Sie braucht Zeit, um zu verstehen, was das alles bedeutet – und ob sie Mike jemals wirklich loslassen kann.